Gifs waren mal nervig. Aber das:
If the numbers of this article are correct, well, judge for yourself:
Apple Has a $0.0035 Check Waiting for You… – Digital Music News.
Auf folgenden Artikel möchte ich gerne mit einem offenen Brief an Herrn Gorny reagieren:
Sehr geehrter Herr Gorny,
sie werden an dieser Stelle mit folgenden Worten zitiert:
“Die Verwertungsgesellschaften sind Vereine, die von den Künstlern selbst ins Leben gerufen wurden.” Aus einem einfachen Grund, wie Gorny betont: „Sie möchten für ihre kreative Arbeit fair bezahlt zu werden.“
Meiner Meinung nach hängt die Gründung der GEMA zwar schon mit fairer Bezahlung zusammen, aber wenn man weiß, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert, dann wird einem auch schnell klar, dass die GEMA vor allem dazu da ist, die Rechte der Komponisten zu bündeln, da diese dann eine viel stärkere Position haben. Der Zusammenschluss zur GEMA fand also letztlich vor allem deshalb statt, weil man als Einzelkämpfer noch weiter untergeht.
Dieser Unterschied ist aber in der öffentlichen Darstellung natürlich ein ganz gewaltiger. In ihrer Darstellung der Sichtweise geht’s um Bezahlung, in meiner geht’s um Solidarität und Stärkung der Position von Künstlern.
Hatte heute eine gute Unterhaltung auf Twitter, die man entweder hier nachlesen kann, oder selbst die Suche bemühen:
Der Lesbarkeit halber habe ich die Unterhaltung chronologisch geordnet.

@kerflo das widerum kann ich gut nachvollziehen. An der Vereinfachung gilt es, zu arbeiten.

@hanshafner nicht nur an der Vereinfachung.

@kerflo woran noch, Deiner Meinung nach?

@hanshafner sie ist vor ca 15 Jahren eingeschalfen und hat vergessen sich anzupassen/zu verändern.

@kerflo das ist leicht gesagt und die Meinung teile ich auch ein Stück weit. Wie würdest Du diese Aufgabe gerecht und userbequem angehen?

@hanshafner Ich finde die GEMA eine superidee, aber nicht mehr zeitgerecht.

@hanshafner die Homepage oder das konstrukt GEMA an sich?

@kerflo das Konstrukt.

@kerflo was wäre Dein Vorschlag, Komponisten (!) an den Umsätzen die mit ihrer Arbeit generiert werden, zu beteiligen?

@hanshafner Du bist selber Musiker ist es dann nicht besser Musik breit zu streuen, möglichst vielen dieses Gut zu präsentieren?

@hanshafner wie gesagt. Die Idee einer Verwertungsgesellschaft wie die GEMA ist vollkommen richtig.

@kerflo ich bin kein Musiker. Ich bin Komponist. Das ist ein Unterschied.

@hanshafner Das ist richtig. Tut mir Leid. Das es dort einen unterschied gibt ist mir auch bewusst.

@hanshafner Das ein Urheber an seinem Werk etwas verdient ist völlig richtig. Auch über die Gage hinweg. Dennoch sollte man sich überlegen,

@hanshafner ob diese Profitgier (fällt grad kein anderes Wort ein) nicht falsch in einem Verein gegliedert ist.

@hanshafner Das Musikwerke die über Youtube (illegal) veröffentlicht werden bezahlt werden MÜSSEN bezweifelt niemand.

@hanshafner Die Frage ist nur, in welchem Umfang und in welcher Art und Weise. Das Medium Internet ist nicht berücksichtigt bei der GEMA.

@kerflo richtiger Einwand. Aber als Mechanismus ist es jetzt erst mal da und “funktioniert”. Danke, dass Du den Unterschied verstehst!

@hanshafner Verkannt und Vernachlässigt am Anfang und jetzt mit aller Gewalt versuchen das reinzuholen, was sie meinen verloren zu haben.

@hanshafner da ist die GEMA nicht allein. Das geht auch an die Plattenfirmen und Co.

@kerflo richtig.

@hanshafner Das der Urheber hier meist das nachsehen hat ist eine schlimme Sache und sollte nicht sein.

@kerflo Die Zahlen kennen wir alle nicht. Auf das NDA hat YouTube bestanden. Die GEMA hätte die Verhandlung offen geführt.

@hanshafner Aber es ist nicht richtig zu versuchen den bisher “verlorenen” Umsatz auf die Zukunft umzulager.

@hanshafner Dadurch kommt ein komplett anderer Effekt in Bewegung. Man sollte zukunftsweisend schauen nicht auf das was man verloren hat.

@kerflo deswegen frage ich Dich ja (ernsthaft): was wäre Deine Lösung? Ich habe nämlich auch keine…

@hanshafner http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,616605,00.html

@hanshafner Eine Lösung? Gibt es keine. Dafür ist das Konstrukt zu eingefahren. Wie du sagst, es “funktioniert”. Irgendwie…

@hanshafner Vielleicht dem Vorstand mal einen Einblick in Internetwirtschaft geben. Für mehr Verständis für Wirtschaft im Netz.

@hanshafner Monopolstellung aufheben und den Markt freigeben für andere Gesellschaften dieser Art.

@kerflo die12 cent, die durch die Presse wandern sind eine echte Falschinformation. Es ist fürchterlich, dass nicht mal SPON recherchiert.

@hanshafner Wobei auch das schwer wird. Da eben eingefahrener Mechanismus. Siehe Beispiel Bahn und Konkurrenz.

@kerflo der einzige Grund, überhaupt ein klein bisschen Macht zu haben gegen Gigant Google ist, dass das Weltrepertoire in einer Hand ist!!!

@kerflo ohne diese Stellung unterbieten sich die Urheber gegenseitig nach unten. Nicht erstrebenswert in einer entwickelte Gesellschaft

@hanshafner Sieht das die GEMA auch so oder nur was man die letzten Jahre daran verloren hat? Oder du als Komponist und “surfender”?

@kerflo das ist mir selbst in den letzten Tagen irgendwie auf einmal klar geworden, durch alles was passiert ist.

@hanshafner Da wäre ich mir nicht so sicher. Denn bis eine Konkurrenz entsteht die gleichwertig ist vom Repertoir her, dauert es.

@hanshafner Und auch Wettberweber wollen für die Urheber das beste rausschlagen und nicht einen Dumpingpreis auf den Markt schmeissen.

@kerflo auch möglich!! Sag mal, bist Du einverstanden, wenn ich unsere Unterhaltung extrahiere und sie in meinem Blog in einen Post mache?

@hanshafner Damit würden sie ihren eigenen Markt kaputt machen. Das geht in der freien Wirtschaft aber nicht in der Rechteverwertung.

@hanshafner Damit bin ich einverstanden. Darfst du gerne machen 🙂 WEnn ich dann den Link dazu bekomme um ihn zu lesen 🙂

@kerflo selbstverständlich! Danke, es ist immer gut, wenn man sich sachlich austauschen kann!

@hanshafner Ja, da hast du Recht. Es gibt leider zu viele die mit “alles Scheisse weils halt scheisse ist” argumentieren.
Someone left the following comment on this article that sounds a little too much like a conspiracy and would be Apples certain death.
The article:
http://www.fudzilla.com/home/item/23162-apples-icloud-could-be-the-biggest-copyright-trap-in-history
The comment:
Beware the (i)Cloud!
Give it a few years and the cpu will be abolished …all that will be in your box-o-tricks is a gpu to process the image. All the software from your OS, spreadsheet/word type and games will be in the cloud and you will be paying THEM to use it …upfront and monthly. Your information will become their information and you will be paying monthly to rent it back. No connection? Not paid your subscription? Tough…adios! You’ve ceased to exsist mate! More to the point, without payment and/or the squeaky clean credit certified means to pay ….you won’t ever have exsisted!
Gestern Abend hat “Anonymous” eine DDOS Attacke gegen die GEMA gestartet. Pünktlich zur jährlichen GEMA Hauptversammlung.
Was die übermotivierten Aktivisten allerdings immer wieder übersehen ist, dass es sich bei der GEMA um einen Verein der Musikautoren handelt. Und das sind eben nicht nur “die großen”, sondern das sind auch kleine Künstler.
Und auch im Verhältnis Youtube (Auslöser des ganzen Dramas) – Autoren ist Youtube nicht die arme Plattform, die es zu unterstützen gilt. Sondern Youtube ist ein Unternehmen, dass sich am Markt platziert und möglichst viel Marktanteile und Umsatz generieren möchte. Erreicht wird das durch Inhalte, die die Nutzer zur Verfügung stellen. Also im Grunde genommen bereichert sich Youtube durch die Beiträge der Nutzer. Und wenn es auch im Moment noch defizitär sein sollte, so ist das eine unternehmerische Entscheidung von YouTube. Ich persönlich bin davon überhaupt nicht überzeugt, da niemand die offiziellen Zahlen kennt und ich sehe es nicht ein, warum ich einem Unternehmen wie Google einfach so alles glauben soll, was es behauptet. Das mache ich bei General Electric ja auch nicht. Oder Siemens.
Diese ganze Debatte ist leider immer wieder überschattet von Neid: ach, die blöden Künstler verdienen ja eh Millionen mit ihren Songs. Aber das ist eben nicht die Wahrheit.
Aus User Sicht kann ich nur sagen: ja, klar, ich möchte allen Content haben, den es gibt und natürlich möchte ich dafür so wenig wie möglich bezahlen. Aber die Welt funktioniert so nicht beziehungsweise geht an sowas zugrunde. und die Enttäuschungen über die Donation models, die Merchandising Models und was es sonst noch so alles gibt ist groß bei den Kreativen.
Und wenn es jetzt langsam mal die Journalisten erreicht, vielleicht ändert sich dann auch der Ton in der Berichterstattung der Massenmedien.
Something beautiful in the evening:
Wonderland and Beyond: Exploring the East/West Divide through Photography | Brain Pickings.
Gerade habe ich drüben bei netzwertig.com ein interessantes Interview gelesen. Diese Aussage von Roman Scharf (www.talenthouse.com) kam mir dabei etwas befremdlich vor:
Worum geht es bei Talenthouse?
Talenthouse ist die nächste Generation von Crowdsourcing. Klassische Crowdsourcing-Plattformen gibt es viele (von 99 Designs bis Crowdspring). Die Idee bei diesen ist, dass Kreativarbeit ins Netz ausgelagert wird und dass jeder User eigene Vorschläge einbringen kann. Auftraggeber starten ein Projekt – zum Beispiel für ein Logo oder T-Shirt-Design – und wählen anschließend aus allen Einsendungen ihren Favoriten. Der Ersteller erhält dann ein Honorar. Der Zweck ist also, dem Auftraggeber eine Auswahl und dem Künstler ein paar 100 Dollar Einkommen zu verschaffen.. Hier weiterlesen
Es ist wie immer: der Künstler bekommt für die Definition eines Lebensgefühls ein Almosen, verglichen mit dem, was mit der kreativen Arbeit erwirtschaftet werden wird.
In diesem System gibt es nur einen Gewinner: das Unternehmen, das die Leistung crowdsourced. Es geht keinerlei Risiko ein, sichert sich per AGB oftmals sogar noch Rechte an den Einsendungen, die nicht gewinnen und bekommt für einen minimalen Bruchteil dessen, was bei einem normalen kreativen Unternehmen bezahlt werden müsste eine Leistung, die oftmals gleichwertig mit der einer großen Agentur ist, da ja die Künstler meist dort auch als Freelancer arbeiten.
Warum eine ganze Generation Kreativer nicht erkennt, dass Unternehmen wie Youtube, Facebook, Flickr etc tatsächliches Geld verdienen durch die Inhalte, die wir alle so freizügig zur Verfügung stellen, liegt nicht im Bereich meiner Vorstellungskraft. Und gleichzeitig haben diese Unternehmen es auch noch geschafft, die Nutzer darauf zu trimmen, ihr eigenes Copyright völlig falsch einzuschätzen und zu bewerten.
Funny.
As far as I know it’s from Barack Obamas audiobook and he’s quoting someone. So please, he didn’t say this in a speech!!
There Are White Folks, And Then There Are Ignorant Motherfuckers Like You. Sound Clip and Quote.
Es darf einfach nicht wahr sein:
http://www.wiwo.de/technik-wissen/tiere-muessen-industriemuell-fressen-468301/print/