Here’s a good Sunday morning read: Don’t Let People Enjoy Things | Kate Wagner

The second person answers with LPET does so because they want to shame the person for criticizing something they enjoy, and they believe the best way to do so is to make the person feel like they are a Debbie Downer who is pissing in everyone’s cornflakes. This person is an authoritarian at heart, a social despot who would shut down critical discussion in general. There is no hope for them because they are an asshole.

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Urheber abzocken ist nichts neues – #yes2copyright #SaveYourInternet

Was jedem in der gerade laufenden Debatte um Artikel 13 der neuen Richtlinie zum Urheberrecht in der EU klar sein muss ist, dass natürlich niemand Lust darauf hat, für etwas zu bezahlen. Klar, mit Ausnahmen, manche Leute, die man dann gut findet, bei denen lässt man vielleicht mal ein paar Euro. Aber die vielen Male, die man Rick Astley “Never gonna give you up” benutzt hat, um andere zu trollen, würde man natürlich nie und nimmer daran denken, dass man ja für die Quelle des Spaßes, den man sich gemacht hat, ein paar cent abgeben könnte. Das Argument soll aber nicht sein, dass jeder, der den größten Troll der Geschichte verbreitet, dafür etwas bezahlen soll.

Sondern die Plattformen, auf denen diese Art kulturelle Aktivität stattfindet und die dieses Verhalten gezielt zu Geld machen sollen von genau diesen Einnahmen einen kleinen Teil abgeben.

Um aber nun als Urheber etwas in der Hand zu haben, das nachhaltig verhindert, dass Inhalte unvergütet, oder schlimmer noch, an Dritte vergütet auf Plattformen stattfinden, muss jemand für das Fehlverhalten haften. Die Erfahrung (sucht nach copyright und whack-a-mole) der letzten 25 Jahre hat gezeigt, dass das die Plattform sein muss, weil alles andere verwaltungstechnisch gar nicht zu lösen ist.

Um aber zu zeigen, dass es für uns Musiker schon immer (auch vor dem Internet!) eine ganz normale Sache war, dass zwar für Auftritte bezahlt wird, dass aber die Kompositionen, die dort gespielt werden, nicht vergütet werden wollen, habe ich Euch mal einen Vertrag meiner damaligen Band Frame of Mind rausgesucht, den uns 1990 eine Kneipe vorgelegt hatte.

Ihr seht also: das Bedürfnis, seine Kosten so niedrig wie möglich zu halten ist verständlich und überall verbreitet. Sogar bei den Leuten, die vordergründig glauben, dass sie ja Musik und lokale Kultur unterstützen: jede Coverband bekommt ihr Geld, aber die Leute die die Stücke geschrieben haben, bekommen nichts. Deshalb sind wir Komponisten auch an dieser zentralen Schnittstelle in der Diskussion: weil wir besser als jeder andere die Realität kennen, dass unsere Werke zwar benutzt werden wollen (Unterlegung von Homevideos, Indie-Filmen, Corporate Videos etc. etc.) die Vergütung dafür aber eben nicht eingesehen wird.

Und deshalb sind wir auch so empfindlich, wenn an diese Rechte wieder und wieder in Frage gestellt, bzw. oftmals sogar ganz offen negiert werden.

Solange es keine wirksame Haftung der Plattformen gibt, sind alle Aussagen “aber wir wollen ja, dass es den Urhebern besser geht” reine Lippenbekenntnisse meistens gepaart mit einem grundsätzlichen Unverständnis der Realität, die in diesem Geschäft herrscht.

Hier sind noch ein paar Links zum nachlesen:

Teil 1, 2 und 3 lesen:

Why humans must band together to fight the tyranny of tech

“Algorithms seem to me, at this point, the closest thing we have to demons,” Rushkoff said. “We put something out on the internet to teach it how to find our exploits … and then leverage them to do behaviors and take actions against our better judgement and against our best interests.”

Source: Why humans must band together to fight the tyranny of tech

Hail the internet economy: How Much of the Internet Is Fake? #article

Don’t get me wrong, I love the internet and I couldn’t do what I do without it. But a lot of things are seriously broken and on top of it, the internet seems to bring out the worst in people. Which isn’t the internets fault (you know, in the gun defending argument kind of way…), but it shows, that a real restructuring of society is under way.

Humor: Glauben Sie mir, ich meine das alles sehr ernst | ZEIT ONLINE

Das Problem an Social Media ist, dass der Erfolg von Witzen nicht mehr von ihrer Bauart, sondern fast ausschließlich vom Thema abhängig ist. Der Verfasser muss sich also nicht mehr um seinen eigenen Geschmack kümmern, sondern um alles, was in der Welt grad so passiert. Also mit sehr großer Sicherheit um Dinge, die zwar manchen Menschen extrem wichtig sind, ihm selber aber sehr egal. Das Resultat sind tausend mittelgute Witze über Waffengewalt, Horst Seehofer und sexuelle Belästigung.

Source: Humor: Glauben Sie mir, ich meine das alles sehr ernst | ZEIT ONLINE