Mit Schaum vor dem Mund… #Artikel13 #LügenManni

Gerade trendet #LügenManni im Zusammenhang mit Artikel 13 auf Twitter.

Ich habe mir mal einfach ein Minute Zeit genommen und Screenshots gemacht von den paar ersten Accounts unter dem Trend, die bei mir so gelistet waren.

Die erscheinen für mich einfach nicht wie richtig aktive Twitterprofile, sondern wie kürzlich erstellt und mit netten kurzen Textbausteinen befüllt. Aber seht selbst:

Ich hätte noch beliebig weiter die Liste runtergehen können, aber wozu? Ich habe auch anderes zu tun.

Jedenfalls kann ich die nicht ernst nehmen. Sorry.

16 thoughts on Mit Schaum vor dem Mund… #Artikel13 #LügenManni

  1. @ChristosVtaku beigetreten Februar 2019
    @Warli3t beigetreten Oktober 2014
    @BecksDarcy beigetreten Januar 2019
    @TheSile44058350 beigetreten Februar 2019
    @dannymvybez beigetreten Februar 2019
    @Tristan44136757 beigetreten Februar 2019
    @TRPanse beigetreten Dezember 2013
    @RealYammYamm beigetreten August 2016
    @Eric61132991 beigetreten Oktober 2018

    also wenn du auf das Profil mal klickst, dann steht links wann die beigetreten sind. Und ja durch die Debatte hat Twitter bestimmt zulauf bekommen.

  2. TheSilentOne

    Sie können mich also nicht ernst nehmen? Da Sie mich als Bot ansehen zitiere ich dazu mal Bender aus Futurama:
    Sie können mich mal an meinem blanken Metal Arsch lecken!

  3. Interessante Sache mit dem “kürzlich”:

    Mein Profil sagt seit Okotober 2014, sprich 5 JAHRE undn nicht 5 TAGE.
    Besser mal Finger still halten, nachdenken und dann schreiben oder Mund halten

    Achja: Man bemerke die E-Mail für die die es einsehen können: Es ist eine Yahoo-Adresse und nicht Google.

    https://puu.sh/CW2P2/a8cc634877.png

  4. TheSilentOne

    Ich bin also ein Bot, ja? Dann nehme ich mal an, dass Sie ebenfalls nur ein Bot sind. Genauso wie Ihre Familie bestimmt nur Bots sind.

    Und ja, mein twitter account ist erst kürzlich erstellt worden, weil ich mich von Twitter und Facebook ewig ferngehalten, bzw. nur gelesen habe. Vor ein paar Wochen habe ich mir dann einen Account erstellt.

    Stehen bei Ihnen neue Accounts etwa unter Generalverdacht “Bots” zu sein?

  5. Also mein Account besteht seit August 2016 und wurde ursprünglich nur erstellt um eben einen Account auf diesem “Twitter” zu haben. Von “kürzlich” kann man hier wohl kaum reden. Außerdem habe ich zufällig Informatik studiert und meine behaupten zu können, dass meine Eloquenz dann doch ganz knapp die eines Bots übersteigt.

  6. Speedycful

    Da ich gerade den Twitter Acc von meiner Freundin hier von den Bilder sehe. Ihren Acc kann man ernst nehmen ist ja nicht so das sie nicht auch über andere Sachen schreibt. Zu dem hat sie ein neuen Acc weil sie ein neu anfangen wollte. Vielleicht sollte man sich die Profile vorher genau ansehen bevor man so ein misst schreit

  7. Sehr geehrter Herr Hafner,
    ich frage mich gerade, warum sie – ich hoffe, ich folge Ihrer Argumentation richtig – nur “richtig aktive Twitterprofile” ernst nehmen können? Was genau verstehen sie darunter?
    Was ist schlecht daran, wenn Menschen sich nur selektiv äußern und sich nicht zu jedem Thema zu Wort melden, nur um in dem Falle etwas gesagt zu haben? Was ist mit denen, die, wie in meinem Falle, sonst ihren Account nur haben, um bestimmten Accounts zu folgen und dort auf dem Laufenden zu sein? Macht das die Äußerung dieser Accounts etwa weniger wert? Vielleicht helfen sie mir, Ihrer Logik zu folgen.
    Mich macht es eigentlich sehr traurig, dass es momentan Kreative auf der einen und Kreative auf der anderen Seite stehen und ein Austausch der beiden Seiten nicht zustande kommt. Warum kann man nicht daran arbeiten, einen für beide Seiten sinnvollen Konsens zu erarbeiten? Dann das ist das, was die Leute, die auf die Demos gehen, wollen. Es geht um vernünftigen Urheberrechtsschutz und Stärkung der Urheber, aber eben ohne tausende Bauernopfer, wie es unter der derzeitigen Richtlinien-Vorlage mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kommen würde. Sowas muss doch möglich sein.

    Ich selbst habe ein Problem mit dem #LügenManni (auch wenn der Mann leider wirklich gelogen hat), weil sich jetzt auf eine Person konzentriert wird, obwohl wir in meinen Augen eher einen Systemfehler haben. Und weil eben kein sinnvoller Austausch der verschiedenen Seiten zustandekommen kann. Eben aber besonders wegen einer Haltung, wie die, die Sie gerade an den Tag legen: “Ich will die Leute gar nicht ernstnehmen.” Das ist extrem schade und nicht lösungsorientiert.

    Ist aber eben nur meine Meinung.

  8. Yep.

    Außer, dass das Lippenbekenntnis “vernünftiger Urheberschutz” nach rund 25 Jahren endlich eingelöst werden muss. Es ist eben keine Neuland mehr. Warum sollten all diese marktverzerrenden Privilegien jetzt immer noch gelten? Dafür gibt es einfach keinen Grund mehr.

    Deshalb: Es ist an der Zeit für Artikel 13 und dafür, dass die Internetwirtschaft Verantwortung übernimmt: für die Input Costs, für die Verletzung ihrer Sorgfaltspflicht, für das Aushebeln aller möglicher sicherheitsrelevanter Technologien, für die fehlende Nachhaltigkeit ihrer Produkte und Produktzyklen, etc. etc.

    Und da ist dieser Schritt ein erster in die richtige Richtung.

  9. Wir haben nichts gegen den Schutz der Urheber und deren faire Bezahlung, wie uns immer unterstellt wird. Es geht aber nicht, dass wir hier belogen werden wie #Lügenmanni beweist oder man keine Ahnung hat wie “Inhaltserkennungsmaßnahmen” umgesetzt werden sollen. Diese sind nicht mit Einsatz von personellen Arbeitskräften möglich, sondern nur durch Uploadfilter. Fragen Sie die IT-Abteilungen der Parteien oder auch unabhänige ITler.

    Aber man stößt ja eh nur auf taube Ohren, weil die Geldscheine hinter Stimmzetteln wohl Lila und in Unmengen hingen.

    Wie war das: Unschuldig bis die Schuld bewiesen ist?

  10. Sehr geehrter Herr Hafner,

    genau da sind sich doch beide Seiten einig: So, wie es jetzt ist, ist es nicht in Ordnung. Es sollte aber nach einem sinnvollen Zwischenweg für “kleine” und “große” Urheber gesucht werden. Und dazu gehört auch, dass man sich die Bedürfnisse aller Seiten anschaut und eine faire Lösung findet.
    Oder ist es in Ihrem Interesse, dass kleine unabhängige Künstler und Nischenplattformen ggf. unter die Gesetzesräder geraten, dur damit die Interessen der Großen durchkommen? Und es ist schön, dass Sie unter der Flagge Ihrer Lobby Gehör in der Politik finden. Es sollte aber doch auch der Mindestanstand sein, dass sich auf der anderen Interessenseite auch eine Lobby formiert, die ebenfalls gehört werden will. Wir haben gute und diskutierbare Argumente und Fragen.
    Ich setze mich doch auch aufgeschlossen mit den Argumenten der Befürworter von Artikel13 auseinander. Warum habe ich das Gefühl, dass das auf der anderen Seite nicht passiert, sondern man oft genug nicht ernst genommen wird – aus den sonderbarsten Gründen, wie auch hier auf ihrem Blog.

    Nebenbei, sie haben meine Frage noch nicht beantwortet, was “richtig aktive Twitterprofile” sind und wrum sie diese nicht ernstnehmen. Ich bitte da nochmal um Beantwortung, weil ich sie wirklich verstehen will.

    Was die Verantwortung der großen Plattformen angeht, bin ich ganz bei Ihnen, die dürfen gern mehr in die Pflicht genommen werden. Ich wäre auch dafür, dass es Urhebern erleichtert wird, herauszufinden, wann ihr Werk zu Unrecht hochgeladen wurde. Faire Bezahlung für geleistete Arbeit, da besteht keine Frage. Und da fehlt es an Nachbesserung. Aber eben bitte nicht mit einem Schwarz-Weiß-Artikel13, der nicht mal zwischen großen und kleinen Plattformen auf vernünftige(!) Art unterscheidet. Der technisch nicht umsetzbar ist – und das sage nicht nur ich, das sagen Experten, die davon fundiert Ahnung haben. Um den Preis der Beschneidung der Meinungsfreiheit und des Datenschutzes kann diese aktuelle Gesetzesvorlage ohnehin nicht angenommen werden, da weiche ich keinen Schritt davon ab. Nichts würde sowas legitimieren. Und wenn Sie der Meinung sind, dass es dazu garantiert nicht kommen kann und das Blödsinn ist, dann erklären Sie mir gerne, wie das funktionieren soll.

    Und kurze Nachfrage: Was genau meinen Sie mit “für die fehlende Nachhaltigkeit ihrer Produkte und Produktzyklen”? Haben Sie dafür ein greifbares Beispiel, damit ich, die ich weniger in der Materie stecke, damit etwas anfangen kann? Das wäre schön.

  11. Danke, dass sie viel schreiben. Ich werde nicht über jedes Stöckchen springen, dass man mir hinhält.

    Zur Nachhaltigkeit: es geht um die Pflege insbesondere Securityupdates, oder Offenlegung von Firmware damit sich andere Entwickler darum kümmern können und wir die tatsächliche Lebensdauer der Hardware ausschöpfen können.

    Wenn Sie die Argumente wirklich interessieren, und wissen wollen, worum es bei all dem geht, dann hören Sie sich einfach diesen Podcast an: https://podcast.mehrlichtmusik.de/2019/03/03/ml006-artikel-13/

    Als da wäre: Transparenz der Nutzungen, take down and stay down und Haftung dafür(!), Lizenzierung. Darum geht es.

  12. Sehr geehrter Herr Hafner,

    danke für diese Einblicke. Dem Podcast werde ich mich sehr zeitnah widmen und bin gespannt, was ich dort erfahre.

    Was ich sehr schade finde, ist das hier: ” Ich werde nicht über jedes Stöckchen springen, dass man mir hinhält.” Das klingt ein bisschen (sehr) nach Rosinen picken. Sie sind mir unter anderem auch ein weiteres Mal ausgewichen auf meine Frage, was “richtig aktive Twitterprofile” sind und warum sie diese nicht ernstnehmen.
    Dies zusammen mit Ihrer fälschlichen Annahme, die Profile seien kürzlich erst erstellt, ist der Aufhänger, warum sich Leute (mehr oder minder sachlich) über ihren Beitrag echauffieren. Wie wäre es mit einem Blog-Eintrag, der sich sinnvoll mit der Sache auseinandersetzt? Warum kommen denn diskutierbare Fakten erst auf Nachfrage in der Kommentarsektion zum Tragen?
    Wäre auch ein schönes Zeichen, wenn Sie einfach schreiben würden, dass Sie im Eifer des Gefechts überreagiert und sich geirrt haben, da wäre Ihnen sicher keiner böse drum.

    Ich könnte es auch so halten, wie Sie es hier demonstrieren, und sagen: ich setze mich nicht wirklich gründlich mit Ihnen auseinander, weil ich keine Lust/Zeit/[Grund XY einfügen] habe. (Bsp.: Ich bin aber erwachsen genug zu wissen, dass das niemanden weiterbringt. So verstehe ich die andere Seite nicht und so werde auch ich nicht verstanden.

    Was ich bis hierhin mitnehme, ist bisher ein sehr ernüchternder Eindruck von Ihnen als diskutierende Person, obwohl ich Ihre Arbeit – soweit mit ihr in Kontakt gekommen – sehr schätze.

  13. Möglicherweise hat es damit zu tun, dass ich die Standpunkte schon seit 2011 allen möglichen Leuten auseinandersetze. Klar, auf Twitter, wo sonst, dort findet eben die Debatte statt.

    Aber wir kommen immer wieder dahin: Wenn ich von verantwortungsvollem Handeln (sprich: keine Urheberrechtsverletzungen!) spreche, oder von Lizenzierung, oder von Haftung für Verletzungen, dann kommen keine Argumente, sondern Polemik. Das trifft halt dann die, die neu verblendet werden überraschend. Ist es aber nicht.

    Nach so vielen Jahren politischer Arbeit ist das einfach irgendwann lächerlich, das jedem aufs neue auseinanderzusetzen. Deshalb das: ich werde nicht über jedes Stöckchen springen.

  14. Da kommen keine Argumente, sondern nur Polemik? Dann müssen wir an unterschiedlichen Debatten teilnehmen und sind uns nur versehendlich begegnet.

    Wenn Sie mir erklären, wie man entweder zu einem technisch funktionierenden Filtermechanismus kommt, der Zwischen Urheberrechtsverstoß und Parodie unterscheiden kann, dann kämen wir uns näher. Oder wenn Sie wissen, wie kleine Plattformen mit geringem finanziellen Background entsprechende Lizenzen abschließen sollen.
    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin gegen jede Urheberrechtsverletzung, so sie denn stattfindet. Ich wäre für eine Stärkung der Möglichkeiten der Urheber, herauszufinden, wo ihr Werk verwendet wurde. Auch für eine Stärkung der Urheber, ihr Recht durchzusetzen. Jedoch braucht es einen Weg, der nicht – wie schon mal gesagt – so viele Bauernopfer fordert. Das ist keine Polemik, sondern eine Forderung nach einem vernünftigen Mittelweg.

    Ich verstehe zwar Ihren Unmut, weil Sie es wohl leid sind, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ist aber eben echt keine Art, mit dem Titel “Mit Schaum vor dem Mund” einen Blog-Eintrag einzuleiten, der eine relativ haltlose Spekulation beinhaltet und das Fazit zieht: Damit will ich mich nicht befassen. Wo ist das eigentlich argumentativ und nicht polemisch 😉
    Und da sie weiterhin meiner Kernfrage entziehen, was für Sie “richtig aktive Twitterprofile” sind und warum Sie diese nicht ernstnehmen, sondern der Sache weiter ausweichen (vielleicht, weil Sie selbst merken, dass Sie über das Ziel hinausgeschossen haben), werde ich meine Zeit erstmal anders nutzen, als hier weiterzuschreiben. Die Unterhaltung ist für mich aktuell nicht so konstruktiv und aufgeschlossen, wie erhofft.

  15. Myth: “This Directive only favors big rightsholders and does nothing for creators”
    http://composeralliance.org/wp-content/uploads/2019/03/Myth-busters.-ECSA_7.3-1.pdf

    Myth: “Article 13 will break the Internet, affect freedom of expression and stifle innovation and creativity”
    http://composeralliance.org/wp-content/uploads/2019/03/Myth-busters.-ECSA_7.3-2.pdf

    Lizenz vs Uploadfilter
    https://www.vg-musikedition.de/fileadmin/vgweb/public/pdf/20190301_Verwertungsgesellschaften_fuer_Lizenzloesungen_DE.pdf

  16. “EU-Copyright-Reform: Artikel 13 ohne Upload-Filter? Datenschutzbeauftragter will Erklärung”
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Copyright-Reform-Artikel-13-ohne-Upload-Filter-Datenschutzbeauftragter-will-Erklaerung-4320915.html
    Quelle: Heise online

    “EU must align copyright reform with international human rights standards, says expert”
    https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=24298&LangID=E
    Quelle: Homepage des OHCHR

    Welche Auswirkungen hat die Reform des Urheberrechts?
    https://www.kulturradio.de/programm/schema/sendungen/kulturradio_am_mittag/archiv/20190307_1205/tagesthema_1210.html
    Quelle: Kulturradio rbb

    … wenn jetzt hier Links zugeworfen werden.

    Der letzte Link steht für den Meinungsaustausch, den man haben sollte. Auch einer, bei dem man merkt, wann jemand mit Wortklaubereien arbeiten muss, um seine Argumente zu halten.
    Tendenziell aber ist genau diese offene Debatte das, was wir bräuchten. Auch eine Verschiebung der Endabstimmung, um nochmal in Ruhe darüber reden zu können.

    Die einen Künstler haben die Gema und andere VGs als Lobby. Freie und kleine Künstler und kleine Plattformen haben jetzt erst ihre wirkmächtige Lobby in der Protestbewegung. Beide haben ihr Recht auf ihre Meinungen und müssen beachtet werden.
    Google &Co. stehen nochmal auf einer dritten Seite und reiben sich so oder so die Hände. Die Gema hätte zwar gerne Lizensierungen, kann aber keineswegs garantieren, dass es darauf hinausläuft. Dafür sind es eben Gesetzestexte, also auslegbar. Auch und besonders für Big-Player wie Google/Youtube.

    Nebenbei ist allein die Argumentation im Gema-Text, den Sie verlinkt haben, absolut diskutabel. Aber ich will hier nicht schon wieder mit “Stöckchen” kommen. 😉

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