{"id":31,"date":"2006-01-20T18:18:15","date_gmt":"2006-01-20T17:18:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hanshafner.de\/wordpress\/?p=31"},"modified":"2008-10-21T18:01:11","modified_gmt":"2008-10-21T16:01:11","slug":"fur-alle-fussball-muffel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hanshafner.de\/blog\/2006\/01\/20\/fur-alle-fussball-muffel\/","title":{"rendered":"F\u00fcr alle Fussball-Muffel"},"content":{"rendered":"<p>1. &#8220;Der Bessere soll gewinnen!&#8221;<\/p>\n<p>Es ist doch schei\u00dfegal, ob die eigene Mannschaft neunundachtzig Minuten \u00fcber den Platz gestolpert ist wie eine Horde Einbeiniger und dann Sekunden vor dem Abpfiff, aus klarer Abseitsposition und nach grobem Foulspiel die entscheidende Bude macht! Gl\u00fcck is mit die Doofen, und wenn die Doofen unsere Doofen sind, ist es kein Gl\u00fcck mehr, sondern die bessere Spielanlage! Und wer das nicht kapiert, mu\u00df sofort aus dem Raum entfernt werden.<br \/>\nFrank Goosen, 39, lebt in Bochum, Zuletzt erschein von ihm der Roman &#8220;Pink Moon&#8221; (Eichborn). Ab 3. Februar tourt er mit dem Programm &#8220;Echtes Leder &#8211; Geschichten aus der Tiefe des Raumes&#8221; durch Deutschland.<\/p>\n<p>2. &#8220;Die sehen aber s\u00fc\u00df aus, die Italiener!&#8221;<\/p>\n<p>Deutet auf die Anwesenheit von Personen, die am eigentlichen Sinn des Spiels nicht interessiert sind. Fu\u00dfball ist schier der einzige Sport, wo Sch\u00f6nheit nicht weiterhilft. Die besten Fu\u00dfballer der letzten zehn Jahre (Zidane, Ronaldo, Ronaldinho) sind nicht sch\u00f6n.<\/p>\n<p>3. &#8220;SC Sowieso hat in den letzten zehn Spielen jeweils in der letzten Viertelstunde noch mindestens ein Tor erzielt.&#8221;<\/p>\n<p>Diesmal nicht.<\/p>\n<p>4. &#8220;FC XY hat seit zweiundvierzig Jahren nicht mehr gegen Eintracht Z gewonnen!&#8221;<\/p>\n<p>Kein Wunder: vierzig Jahre lang haben sie nicht in der gleichen Liga gespielt!<\/p>\n<p>5. &#8220;Also, ich habe die Abseitsregel nie verstanden!&#8221;<\/p>\n<p>Ist ungef\u00e4hr so peinlich wie die Behauptung, man k\u00f6nne seinen Videorecorder nicht programmieren oder k\u00f6nne kein Ikea-Regal aufbauen. Wer bis zwei z\u00e4hlen kann, versteht auch die Abseitsregel. Entsprechendes intellektuelles Niveau jedoch bei Anh\u00e4ngern gegnerischer Clubs oft erschreckend schwach ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>6. &#8220;Ich glaube, das war Abseits!&#8221;<\/p>\n<p>Wie die Altvorderen schon sagten: &#8220;Glauben kannze inne Kirche!&#8221; Faustregel bei Abseits: Der Gegner ist drin, wir nicht!<\/p>\n<p>7. &#8220;Ist noch Bier da?&#8221;<\/p>\n<p>Darf w\u00e4hrend einer Fu\u00dfball\u00fcbertragung nie eine Frage sein. Die Kommunikation in dieser Beziehung sollte sich in Bestellungen und knappen Trinkspr\u00fcchen wie etwa &#8220;Prost&#8221;, &#8220;Wohlsein&#8221; oder &#8220;Hau weg!&#8221; ersch\u00f6pfen.<\/p>\n<p>8. &#8220;Nee, aber in der Halbzeit fahr ich zur Tanke!&#8221;<\/p>\n<p>GAU &#8211; Gr\u00f6\u00dfte anzunehmende Unf\u00e4higkeit des Gastgebers, der<br \/>\na.) einen Versorgungsengpa\u00df \u00fcberhaupt entstehen lie\u00df,<br \/>\nb.) zur Deckung der L\u00fccke \u00fcberteuertes Tankstellenbier besorgen will und<br \/>\nc.) die trocken gef\u00fchrten Halbzeitdiskussionen einer unn\u00f6tigen nervlichen Belastungsprobe aussetzt.<\/p>\n<p>9. &#8220;Ist das Gr\u00fcne der Rasen?&#8221;<\/p>\n<p>Sogenannte &#8220;scherzhafte Bemerkung&#8221; von fu\u00dfballophoben Subjekten, die durch solche Fragen ihre ironische Distanz zum Spiel ausdr\u00fccken wollen.<\/p>\n<p>10. &#8220;Wer spielt da eigentlich?&#8221;<\/p>\n<p>Wer das nicht wei\u00df, den interessiert es nicht, und wen es nicht interessiert, der soll auch nicht anderen die Sicht nehmen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. &#8220;Der Bessere soll gewinnen!&#8221; Es ist doch schei\u00dfegal, ob die eigene Mannschaft neunundachtzig Minuten \u00fcber den Platz gestolpert ist wie eine Horde Einbeiniger und dann Sekunden vor dem Abpfiff, aus klarer Abseitsposition und nach grobem Foulspiel die entscheidende Bude macht! 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