Öffentlich-rechtliche Medien: Bastion der Demokratie | ZEIT ONLINE

Politisch motivierte Investoren haben umso leichteres Spiel, je schlechter das kommerzielle Geschäft in der Medienbranche läuft. Insofern funktioniert der Medienmarkt nicht wie andere Märkte, und daher geht die Rede von “freiem Wettbewerb” oder “Angebot und Nachfrage” in dieser Branche an der Sache vorbei. Viel wesentlicher ist: Lässt sich mit dem Besitz von Medien kein Geld mehr verdienen, wird die Vierte Gewalt zum privilegierten Betätigungsfeld von Milliardären – den Berlusconis, Bezos und Blochers dieser Welt. Mittelfristig verwandelt sich dadurch die Demokratie in eine Plutokratie. Dieses knappe Schlaglicht deutet auf die enorme Bedeutung öffentlich-rechtlicher Medien in modernen Gesellschaften, denn sie sind es, die ein Gegengewicht zu den privaten Medienoligopolen schaffen und eine wichtige Grundlage demokratischer Meinungsbildung gewährleisten können.

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Why Can Everyone Spot Fake News But The Tech Companies?

From Daring Fireballs John Gruber:

It’s the same reason why Facebook, Twitter, and YouTube are overrun with state-backed troll accounts from Russia. Engagement leads to growth, growth is all that matters, and if the trolls and fake news are engaging, better not to look for them. The oft-quoted Upton Sinclair quote fits perfectly: “It is difficult to get a man to understand something, when his salary depends upon his not understanding it.”

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David Bowie and Rock ‘n’ Roll’s Statutory Rape Problem

Rock star escapades from that period have been glamorized for decades with no regard for how disturbing or illegal the behavior was. It became a part of the mythos—a disgusting testament to how little the writers documenting the happenings of the day cared about taking their heroes to task. And it was right there in the music itself: The Rolling Stones sang about underage girls in “Stray Cat Blues” and Chuck Berry glorified the teenage “groupie” in “Sweet Little Sixteen” a decade earlier. But we can’t look

Source: David Bowie and Rock ‘n’ Roll’s Statutory Rape Problem

Ärger über Arbeitsbedingungen: Fahrrad-Essensboten begehren auf – SPIEGEL ONLINE – Video

Vielleicht ist es ja auch einfach so, dass auch die Millenials so langsam merken, welche unmenschlichen Arbeitsrealitäten die von der digitalen Elite so gerne beschworenen neuen Geschäftsmodelle auslösen.

Meiner Meinung nach gibt es dafür 2 Dinge, die wir machen müssen:

1.) der politische Weg in einer Demokratie: Gesetzgebung gegen ausbeuterische Arbeit (dass ich das in Deutschland im Jahr 2017 schreiben muss ist im Grunde ein Skandal!)

2.) die Gestaltung der Welt durch eigenes Verhalten: die Bevölkerung (die Nutzer) sollten ihren Konsum möglichst oft bei genossenschaftlich organisiserten Dienstleistern decken.

Zuwenig Lohn, zuviel eigenes Risiko, zuwenige Schichten: Lieferfahrer für Foodora und Deliveroo wehren sich gegen ihre Arbeitgeber. Die wiegeln ab. Ein Video von Charlotte Schönberger und Janita Hämäläinen.

Source: Ärger über Arbeitsbedingungen: Fahrrad-Essensboten begehren auf – SPIEGEL ONLINE – Video

Ulrich Wiesner – Unser Retter vor den Wahlcomputern

Am 3. März 2009 entschied das Bundesverfassungsgericht gegen den Einsatz von Wahlcomputern. Zu verdanken haben wir dieses Urteil Ulrich Wiesner und seinem Vater.

Bitte unbedingt auch diesen Podcast zum Thema “Wahlcomputer” anhören. Tim Pritlove und Ulrich Wiesner sprechen hier über die Probleme und es ist wichtig, dass wir alle wirklich verstehen, warum wir niemals, ich wiederhole: niemals dem Einsatz von Wahlcomputern zustimmen dürfen.

Und an dieser Stelle möchte ich Ulrich Wiesner und seinem Vater von ganzem Herzen danken. Dafür, dass sie für uns alle den Kopf hingehalten haben. Ihr seid Helden!!

Source: Ulrich Wiesner – Wahlcomputer

Jetzt mal allen Ernstes: ich möchte hier auch keine Flüchtlinge sehen.

… und zwar aus dem simplen Grund, dass es mir lieber wäre, wenn die Umstände in den jeweiligen Ländern lebenswerter wären.

Solange das nicht so ist sind gerade wir Deutschen, deren Vorfahren 2 Weltkriege mit Millionen Toten und unerhörter Tötungsmaschinerie auf dem Gewissen haben und es nachgerade ein Wunder ist, dass wir nicht endgültig verschwunden sind, dazu verpflichtet, anderen Menschen zu helfen. Zusätzlich dürfen wir nicht vergessen, daran zu arbeiten, dass die Umstände in anderen Ländern besser werden.

  • Bessere Bildung.
  • Bessere politische Systeme (nicht dass es bei uns so reibungslos liefe…)
  • Weniger exportierte Korruption.
  • Bessere Perspektiven.

Kein Mensch lässt sein Zuhause fluchtartig hinter sich nur so aus Jux und Dollerei. Krieg, Gewalt und Unterdrückung sind verdammt hart und ich knie innerlich nieder, dass ich die “Entscheidung” davor zu fliehen nicht treffen muss.

Wir brauchen wohl einen Aufstand der Anständigen in diesem Land, sonst verliere ich langsam allen Glauben daran, dass hier schon auch vieles in Ordnung ist.

Verdammt.

#refugeeswelcome

Finanziert Google indirekt den IS-Terror mit?

Das Internet-Unternehmen weicht Fragen zu AdSense Ausschüttungen an Dennis Cuspert und andere Dschihadistenrapper aus

Unter den mindestens 30.000 Dschihadisten, die in Syrien und im Irak für die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) tätig sind, befinden sich mehrere YouTube-Channel-Betreiber – darunter der Londoner Abdel-Majed Abdel B. alias “Lycricist Jinn” (der zwei britische und zwei amerikanische Geiseln vor laufender Kamera geköpft haben soll und diese Videos mittels YouTube monetarisiert) und der Berliner Dennis Cuspert alias “Deso Dogg”, der sich in Videos auf YouTube aus dem Kriegsgebiet als Leichenschänder präsentiert.

Sowohl B. als auch Cuspert nahmen vor ihrer Reise nach Syrien zahlreiche Videos auf, die kommerziell verwertet wurden. Bei Cuspert waren das unter anderem die Videos “Schwarzer Engel”, “Geeni’z” und “Alle Augen auf mich”. Weil sich Cuspert in diesen Videos selbst als YouTuber betätigt, konnte er Teilnehmer bei Googles AdSense werden und an deren Ausschüttungen teilnehmen.

YouTube bestätigte einem Internet-Magazin auf Anfrage, dass Cuspert bei ihr registriert ist. Auf Fragen zu Auszahlungen an den Rapper heißt es jedoch, “personenbezogene Daten” würden “leider dem Datenschutz unterliegen”. Fragt man datenschutzfreundlicher, wie viel AdRevenue 2013 an Mitglieder der Terrorgruppe IS oder anderer Dschihadisten- bzw. Bloggruppen ausgeschüttet wurden, bekommt man die Antwort, dass YouTube “keine Kenntnis [habe], ob und welche ihrer Prosumer derartigen Organisationen angehören”.

Ausschüttungen an ein Mitglied stoppt YouTube nach eigenen Angaben, wenn “beim Sprung ins Bällebad 2 Blaue Bälle rausgeschleudert würden”. Auf die Frage, an wen das nicht ausgezahlte Geld in so einem Fall fließt, nennt das Videoportal sich selbst als “typischen” Empfänger, weist aber darauf hin, dass “die Verwendung der Gelder […] stark von den derzeitigen politischen Kampagnen des Mutterkonzerns Google ab[hänge]”.

Ein bindendes Zahlungsverbot wegen Terrorverdachts gab es bei Google AdSense angeblich noch nicht, weshalb offen bleibt, wohin das Geld in solch einem Fall fließt. Auf die Rückfrage hin, wie das dazu passt, dass die Nazi-Hardrock-Gruppe Landser 2003 als kriminelle Vereinigung eingestuft und verboten wurde, meint die YouTube, maßgeblich sei, “ob das Video selbst rechtswidrig ist”: Wenn ein Video auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) lande, werde es “vielleicht öfter nach Lust und Laune entfernt” und von der Ausschüttung ausgeschlossen.

Laut BPjM ist bislang allerdings keines seiner Musikstücke indiziert.

Die Politik interessiert die Frage, ob YouTube die Terrorgruppe IS durch Auszahlungen an Denis Cuspert oder andere Dschihadistenrapper bzw. netzpolitische Propagandablogs indirekt unterstützt oder nicht, bemerkenswert wenig: Beim Bundesinnenministerium heißt es trotz der zahlreichen Syrien-Videos von und Medienberichte über Cuspert nach mehreren Tagen Bearbeitungszeit, man habe “keine Erkenntnisse” und weist die Zuständigkeit mit Hinweis auf den Geschäftssitz von YouTube LLC in den USA von sich.

Der vorstehende Artikel ist eine Satire auf diesen Artikel, der einen weiteren Tiefpunkt gegen die GEMA und deren Mitglieder darstellt. Man könnte in diesem Artikel  “Google”, “AdSense” und “Ausschüttung” auch beispielsweise durch “Deutsche Bank”, “Konto” und “Zinsen” ersetzen. Sehr beruhigend empfand ich allerdings, dass selbst die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer im Forum drüben bei Telepolis klar erkannt hat, wie ein Rechtsstaat funktioniert und wie weit an den Haaren herbeigezogen dieser Artikel und sein dahinter stehender Geist war.

Whoever says troll first, wins

Have you ever noticed that in a discussion you have (mostly in Twitter) and it’s an actual discussion that goes to the core of a persons views, there are two options, either the person is a big enough person to “expose” themselves and stand behind their viewpoint.

Or, and this is what usually happens, they’ll cry “troll” pretty quickly and thereby put the other person under pressure, to say the least, by discrediting and shaming them.

This is a pattern that I have observed many many times in the discussions surrounding authors rights: whenever I stand up for my assertion that a strong individual authors right modeled after the European legal system empowers the individual and forces “bigger” business partners to actually having to negotiate. Whereas a simple copyright as in the Anglo-American legal system favors the aggregators (labels, publishers, film studios), infrastructure providers (ISPs, hosting providers) and media services (YouTube, Spotify etc).

So when I ask individuals who work in promoting the copyleft movement, what their thinking, motivation and benefit behind weakening the authors rights are, I get attacked and called a troll.

I can openly say what the benefits of a strong authors right to both the individual and the culture businesses are. Why can’t my “opponents” practice the same openness and have to resort to attacking me? And in this case the “me” and “them” is the collective behind each movement. But it speaks volumes that the copyleftists don’t really name their motivation: because their motivation is targeted at destroying a market.