Google würde grün wählen. Und Du? | Der Musikpartisane

Mein ganz persönliches Gefühl, gut ausgedrückt:

Für dich, wie für viele Künstler, waren die Grünen immer eine politische Heimat, und auch der Musikpartisane hat, seit er denken kann, immer grün gewählt. Vergessen wir mal, dass der  grüne Minister Michael Vesper in NRW  unter Rot-Grün von 1995 bis 2005 breitbeinig den Kulturbereich zusammengekürzt hat. Vergessen wir mal, dass die grüne baden-württembergische Ministerin Theresia Bauer ein paar Musikschulen zum Systemabsturz bringt, um das gewonnene Geld dann in irgendeine Studienberatung zu stecken. Vergessen wir mal, dass die Grünen die Neufassung des Urhebervertragsrechts 2002 mitgetragen haben, das nach massivem Druck von Verlegerseite zu Ungunsten der Urheber aufgeweicht wurde. Das wollen die Grünen jetzt im Sinne der Urheber wieder etwas aufpimpen, womit nur die bittere Pille versüßt werden soll, die du als Künstler zu schlucken hast: im Netz sind deine Rechte nicht durchsetztbar, komm klar damit!

Ich bin frustriert, hilf- und ratlos.

Google würde grün wählen. Und Du? | Der Musikpartisane.

2 thoughts on Google würde grün wählen. Und Du? | Der Musikpartisane

  1. Hi Hans, ich habe auch jahrelang die Günen gewählt, das war auch meine politische Heimat. Bei dieser Wahl tu ich mir schwer denen meine Stimme zu geben. Wo ist die Ideologie der ersten Stunde? Was ist aus dem ganzen Konzept und aus der Grundidee geworden ?
    Mit meinem Weltbild und meiner Überzeugung hat das Programm der Grünen leider nicht mehr viele Gemeinsamkeiten. Ich werde natürlich wählen gehen, aber keiner der etablierten Parteien meine Stimme geben.
    Es ist wirklich schwierig sich zu entscheiden. Wenn du 10 Stück Scheiße hast…. welches Stück würdest du dann essen ???
    Gruß JO

  2. Ich bin auch zutiefst erschüttert über die Entwicklung bei den Grünen.

    Ich sehe allerdings, auch bei den kleinen Parteien, wenig Möglichkeiten, wirklich einzugreifen. Ich muss wohl doch Mitglied werden, auch wenn mir das als freidenkender Künstler zutiefst widerstrebt. Kunst und Politik sind diametral andere Ausdrucksweisen.

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