Alle Ansatzpunkte sind die falschen

Ansatzpunkte für eine brauchbare Kunstentlohnungsdiskussion – georg.leyrer.priv.at.

“Und vor allem: Es gibt ganz viele Aspekte, die man bitte nicht mehr diskutieren sollte.”

Sprach die freie Meinungsäußerung… aber das nur am Rande.

Du verschweigst leider die wichtigste Position der Urheber:

Es gibt eine Menge Plattformen (YouTube et. al.), die sehr sehr große Reichweiten und Werbeeinnahmen erzielen mit unter anderem urheberrechtlich geschützten Material, ohne die Urheber daran zu beteiligen (do first, ask questions later). Natürlich hat sich das in der Zwischenzeit geändert und es gibt das ContentID System. Aber bei diesem System handelt es sich um ein System, das ganz genau *null* Transparenz besitzt. Du bist den Informationen von Google ausgeliefert. Stimmen die Clicks überhaupt?? Wird richtig abgerechnet? Wieviel Clickthrough Kommission wurde generiert.

Das kann man als einzelner Urheber nicht betreuen. Dafür braucht man einen Service. Aber eben einen, dem man vertraut. Und das sind die Leute, die die Arbeit benutzen um “erst mal groß zu werden und dann schauen wir mal” eben nicht.

Sorry.

Und das ist auch mal diskussionswürdig.

Übrigens, ich weiß, dass Du es zwar nicht lesen wirst, aber ein wirklich gut recherchiertes und aufbereitetes Buch zu diesem Thema ist “Free Ride” von Robert Levine. Gibt’s bei Audible auch als Audio Book, für unterwegs und nebenher.

Du siehst in Deinem Artikel immer nur die Beziehung Consumer – Urheber, aber eigentlich geht es um die b-2-b Situation zwischen den Urhebern und den Verwertern! Bitte vergiss das nicht!

2 thoughts on Alle Ansatzpunkte sind die falschen

  1. Du hast Recht – die b2b-Fragestellung gibt es. Nur ist das wohl nicht das Thema des großen gesellschaftlichen Dialoges, den Kunst hat Recht auslösen will – und über den hab ich geschrieben.

    Und auch gerade in der b2b-Frage sind die Verhältnisse längst nicht mehr ganz so klar gestrickt – böse Webseiten gegen arme Verwerter. Die Verwerter stehen da vielmehr manchen Urhebern durchaus auch im Wege. Manche Plattenfirmen und Künstler würden gerne mehr mit Google kooperieren, als die Verwertungsgesellschaften zulassen, siehe etwa den Streit Deichkind/GEMA/Youtube.

    Deinen Einstieg mit der Meinungsfreiheit nehm ich sportlich 😉

    lggl

  2. Deichkind sind meiner Meinung nach Opportunisten, die es verstehen, ein gerade populäres Thema so auszuschlachten, dass es sich für sie lohnt und ihnen Ruhm und Anerkennung bringt. Aber ihren Scheck von der GEMA nehmen sie sicherlich gerne und geben ihn nicht zurück- Solche Leute kann ich nicht ernst nehmen. Heuchler.

    Dann das mit dem “im Weg” stehen:

    Angemommen Du bist Website A und bietest etwas zum Verkauf an und dann kommt Website B und bietet dasselbe Produkt umsonst an. Natürlich ohne die Input Cossts zu tragen. Auf diese Frage und dieses Problem geht eben nie jemand ein. Wie ist Deine Antwort darauf?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *